Hainholz Musikwissenschaft
Band 1

Peter von Lindpaintner

Briefe (1809-1856)
Gesamtausgabe

Herausgegeben von Reiner Nägele

504 Seiten, gebunden (Leinen), mit 12 s/w Abbildungen
ISBN 3-932622-24-3
[ISBN 978-3-932622-24-3]
EUR 89,50 (D)

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Zum Inhalt:

Peter Lindpaintners Korrespondenz mit seinen Zeitgenossen - seiner Jugendfreundin Bettina Brentano, seinem Freund, dem Klarinettisten Heinrich Baermann, Louis Spohr, den er als Vorbild verehrte, Dingelstedt, Liszt, Mendelssohn Bartholdy, Meyerbeer u. v. a. - dokumentiert das Spannungsfeld eines Künstlers zwischen Komponist und Kapellmeister in einer Zeit, als eben jene Doppelfunktion ihre geschichtliche Bedeutung verlor und der Begriff der »Kapellmeistermusik« durch Wagners Polemik, nicht zuletzt auf Lindpaintner bezogen, zu einem Schimpfwort wurde. Lindpaintner hatte es verstanden, in seiner fast 40-jährigen Tätigkeit als Hofkapellmeister in Stuttgart (1819-1856), das württembergische Orchester zu einem modernen Sinfonie- und Opernorchester umzugestalten, so dass ihn Mendelssohn respektvoll als »besten Orchesterdirigenten in Deutschland« bezeichnen konnte. Auch als Komponist, hin- und hergerissen zwischen Auftragsarbeiten und »freier« Komposition, erntete er großen Respekt; Berlioz suchte seinen Rat, Robert Schumann begrüßte ihn gar als Hoffnungsträger der deutschen Oper nach Carl Maria von Weber. Die Briefausgabe dokumentiert nicht nur eindrücklich seine Studienjahre in München (1809-1812), seinen verlegerischen Erfolg und den Alltag als Kapellmeister, sie zeugt vor allem von dem grundlegenden Imagewandel des Berufsbildes »Komponist und Kapellmeister« in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts.

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